Der Körper vergisst nicht

mit Schmerzen trainieren Wie Sie frische und auch ältere Narben behandeln können, und warum das essenziell sein kann


Wenn der Körper Narben bildet, dann verklebt er einen Riss oder Schnitt und er macht dies sehr stabil. Eine Narbe ist in der Regel fester und stabiler als das umliegende Gewebe. Nun so ein Schnitt geht durch viele verschieden Haut und Gewebeschichten. Diese Schichten sind aus gutem Grund normalerweise gegeneinander verschieblich und beweglich. Wenn jetzt ein Schnitt durch viele solcher Gewebeschichten geht, kann es sein, dass die Beweglichkeit zwischen den einzelnen Schichten verloren geht, weil diese miteinander verkleben.

Eine Narbe nach einer Bauchoperation kann zum Beispiel wegen Verklebungen im Gewebe zu Rückenschmerzen oder auch zu Schmerzen in der Schulter führen. Hierbei machen die kleinen Narben von minimalinvasiven Eingriffen (Schlüssellochtechnik) keinen Unterschied, weil das Problem nicht die Grösse der Narbe ist, sondern die in die Tiefe gehenden Verklebungen der einzelnen Gewebeschichten.

Deshalb ist die Geschmeidigkeit und die Beweglichkeit einer Narbe nicht nur optisch sondern vor allem funktionell wichtig.

Wenn Sie eine frische Narbe haben, dann nehmen Sie ein gutes Öl ( Tamanu ist am besten, aber natives Kokosöl oder ein Öl mit Arnika gehen auch). Massieren Sie das Öl zwei Mal am Tag ein und versuchen Sie dabei die Narbe geschmeidig zu kneten. Das soll erst einmal nicht wehtun. Beginnen Sie damit, sobald die Narbe vollständig geschlossen ist und die Fäden entfernt sind. Sollten Sie feststellen, dass die Narbe am Gewebe zieht, können Sie selber vorsichtig und schmerzfrei versuchen Sie zu lösen, oder zu einem guten Physiotherapeuten gehen.

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